Ein klarer Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit
Heute stellte Susanne H. in einem gut besuchten Vortrag die zentralen Problembereiche des deutschen Rentensystems dar. Sie legte die strukturellen Schwächen des umlagefinanzierten Modells offen: Die arbeitende Generation finanziert die Renten der aktuellen Ruheständler – ein System, das unter den Bedingungen des demografischen Wandels zunehmend an seine Grenzen stößt.
Sie zeigte deutlich, wie steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtenraten das Gleichgewicht des Systems verschieben. Weniger Beitragszahler müssen langfristig mehr Rentenlast tragen. Die Folgen sind absehbar: steigender Druck auf das Rentenniveau, zunehmende Risiken von Altersarmut und wachsender Reformbedarf.
Zentrale Punkte des Vortrags
• Sinkendes Rentenniveau: Die Relation zwischen Rentenhöhe und Durchschnittseinkommen rutscht kontinuierlich ab. Für viele bedeutet das real einen deutlichen Kaufkraftverlust im Alter.
• Langlebigkeitsrisiken: Immer mehr Menschen leben länger, gleichzeitig schrumpft die Zahl der Einzahler. Die finanzielle Schere geht weiter auf.
• Geänderte Erwerbsbiografien: Teilzeit, Familienpausen oder Phasen der Arbeitslosigkeit führen zu lückenhaften Versicherungszeiten und beeinträchtigen die Rentenansprüche vieler Menschen.
• Notwendigkeit zusätzlicher Vorsorge: Neben der gesetzlichen Rente werden betriebliche und private Vorsorgeformen immer wichtiger, um den Lebensstandard im Alter abzusichern.
• Blick nach Europa: Sie verwies auf Staaten, die bereits Mischformen aus Umlage und Kapitaldeckung eingeführt haben, um langfristig stabilere Systeme aufzubauen.
• Generationengerechtigkeit: Im Mittelpunkt stand die Frage, wie man Beitragszahler entlastet und gleichzeitig künftigen Rentnern eine verlässliche Perspektive bietet
Position der AfD zur Rentenpolitik
Die AfD hat das Thema Rente seit Jahren im Fokus und fordert eine grundlegende Neuausrichtung, die sowohl Gerechtigkeit als auch finanzielle Realisierbarkeit im Blick hat.
1. Keine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters
Die AfD lehnt ein Hinausschieben der Regelaltersgrenze über 67 entschieden ab. Menschen, die Jahrzehnte gearbeitet haben, sollen früher ohne Abschläge in Rente gehen können – etwa nach 45 Beitragsjahren.
2. Ein Rentensystem für alle Erwerbstätigen
Privilegien sollen reduziert werden: Auch Beamte oder Abgeordnete sollen in das Rentensystem einzahlen. Versicherungsfremde Leistungen sollen klar getrennt und transparenter finanziert werden.
3. Sicherung und Verbesserung des Rentenniveaus
Die gesetzliche Rente bleibt nach Auffassung der AfD das zentrale Standbein der Altersversorgung. Das Rentenniveau soll stabilisiert und perspektivisch angehoben werden. Dabei weist die AfD selbst darauf hin, dass der Bund überfällige strukturelle Reformen nicht länger verschleppen darf.
4. Leistungs- und Beitragsgerechtigkeit
Wer lange arbeitet und viel einzahlt, soll spürbar mehr herausbekommen. Die AfD lehnt Rentenansprüche ohne ausreichende Beitragszeiten ab und fordert Mindestbeitragsjahre, um Gerechtigkeit im System zu sichern.
5. Abbau von Sonderpensionen
Privilegien wie Sonderversorgungen für bestimmte Berufsgruppen sollen abgeschafft oder dem allgemeinen Rentensystem angepasst werden.
6. Zusammenhang zwischen Migration und Rentenstabilität
Die AfD betont, dass ein stark beitragsbasiertes System stabile finanzielle Grundlagen braucht. Hohe Migration ohne ausreichende Einzahlungen sieht sie als Belastung für die Rentenkassen und fordert eine stärkere Ausrichtung auf heimische Beitragszahler.
Statement des Kreissprechers Karl Schwarz
„Die Rentenfrage ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Aktuell erleben wir die Debatte in der Regierung. Wir dürfen der Bevölkerung nichts vormachen: Das bestehende System ist in Schieflage und jeder weitere Aufschub verschärft die Probleme. Die Bürger haben ein Recht auf Ehrlichkeit, auf Verlässlichkeit und auf ein Rentensystem, das Leistung anerkennt statt sie zu bestrafen. Unsere Aufgabe ist klar: Wir müssen die Rente wieder gerecht, nachvollziehbar und zukunftsfest machen. Dafür steht die AfD – und dafür setze ich mich persönlich ein.“
— Karl Schwarz, Kreissprecher AfD Freiburg


